Beitragsbild: KI-generiertRankingverlust oder Rechenfehler? Wie du Volatilität richtig liest
Nicht jeder Einbruch ist ein Update. Die Prüfreihenfolge vom Status-Dashboard über Tracking und Saison bis zum Inhalt …
SEO & Sichtbarkeit · 7 Minuten Lesezeit
Interne Links verteilen keine Kraft. Sie erklären, wie deine Themen zusammenhängen. Dieser Beitrag zeigt, wie du Ankertexte, Cluster und Reihenfolge so aufbaust, dass diese Erklärung auch ankommt.
Paul BöstroInhaber der creativecouch, vom BAFA zugelassener Berater
Beitragsbild: KI-generiertDas Bild vom Linkjuice hält sich seit fünfzehn Jahren. Danach ist eine Seite ein Wassereimer, der über Links etwas an andere Seiten abgibt. Wer klug umschüttet, gewinnt.
Das Bild führt zu seltsamen Entscheidungen. Zum Beispiel dazu, wichtige Seiten mit möglichst vielen Links zu bestücken und unwichtige davon abzuschneiden.
Mir hilft ein anderes Bild mehr. Ein interner Link ist ein Satz über das Verhältnis zweier Seiten und der Ankertext ist dieser Satz in Kurzform.
Bild: KI-generiertHier ist Google unmissverständlich: Ein Link kann nur gecrawlt werden, wenn er ein a-Element mit href-Attribut ist1. Stand der Dokumentation ist der 10. Dezember 2025.
Das klingt banal, fällt in der Praxis aber ständig durch. Ein per JavaScript aufgebautes span-Element, ein Slider, dessen Kacheln nur auf ein Klick-Ereignis reagieren, eine Kachel mit Hintergrundbild und ohne Textlink: alles keine Links.
Prüf das an deiner Navigation und an deinen Teaserkacheln, bevor du über Strategie nachdenkst. Ein Bedeutungsnetz aus nicht crawlbaren Verbindungen existiert für Suchmaschinen nicht.
Google verlangt Ankertexte, die beschreibend, angemessen knapp und für die Zielseite relevant sind1. Ausdrücklich als schlechte Beispiele genannt sind "hier klicken" und "mehr lesen".
Der beste Test steht ebenfalls in der Dokumentation: Lies nur den Ankertext, ohne den Satz drumherum. Wenn er dann nicht aussagekräftig ist, braucht er eine bessere Beschreibung.
Mach diesen Test einmal mit deiner Startseite. Bei den meisten Websites bleibt eine Liste aus "mehr erfahren", "zum Angebot" und "weiterlesen" übrig, die über nichts Auskunft gibt.
Kernsatz
Fünf Links, die alle auf dieselbe Leistungsseite zeigen, sind kein Netz, sondern ein Trichter.
Bild: KI-generiertEine alte Regel lautet, man solle für eine Zielseite immer denselben Ankertext verwenden. Ich halte das für falsch herum gedacht.
Wenn eine Leistungsseite aus fünf verschiedenen Zusammenhängen heraus verlinkt wird und jeder Ankertext den jeweiligen Zusammenhang benennt, entsteht ein deutlich reicheres Bild als bei fünfmal derselben Wortgruppe.
Wichtig ist dabei nur eines: Die Begriffe müssen zueinander passen und nicht zufällig sein. Warum konsistente Begriffe schwerer wiegen als Keyword-Varianten, steht unter konsistente Begriffe statt Keyword-Varianten.
Google warnt davor, mehrere Links direkt hintereinander zu setzen, weil Leser sie dann kaum noch unterscheiden können1. Das ist ein Argument für Menschen, das technisch mitläuft.
Typischer Fall ist die Aufzählung am Ende eines Beitrags, in der fünf Links in einem Satz stehen. Jeder einzelne verliert dadurch seinen Zusammenhang.
Bei verlinkten Bildern dient das alt-Attribut als Ankertext. Ein verlinktes Logo ohne Alt-Text ist deshalb ein Link ohne Aussage und das ist gleichzeitig ein Barrierefreiheitsproblem2.
Ein Themencluster besteht aus einer Überblicksseite zum Thema und mehreren Seiten, die einzelne Aspekte vertiefen. Die Verbindungen laufen in beide Richtungen.
Der Fehler in gewachsenen Websites ist fast immer derselbe: Die Überblicksseite verlinkt nach unten, aber die Detailseiten verlinken nicht zurück und schon gar nicht untereinander. Damit bleibt der Zusammenhang unsichtbar.
Ich prüfe das mit einer simplen Frage. Wenn jemand auf einer beliebigen Detailseite landet: Erkennt er, zu welchem größeren Thema sie gehört? Findet er von dort die Nachbarthemen?
Warum Beziehungen zwischen Inhalten schwerer wiegen als die Einzelseite, steht ausführlicher unter Kontext und Beziehungen statt einzelner Inhalte.
Diese fünf finde ich in fast jedem Audit. Sie sind alle mit überschaubarem Aufwand zu beheben.
| Fehler | Was er anrichtet |
|---|---|
| Links nur in der Navigation | kein Zusammenhang im Text, nur eine Struktur daneben |
| verwaiste Seiten | keine Verbindung, also auch keine Einordnung |
| alles zeigt auf die Startseite | die stärkste Verbindung führt zur unspezifischsten Seite |
| Ankertext "mehr erfahren" | der Link sagt nichts über sein Ziel |
| Links auf Weiterleitungen | unnötiger Umweg, oft aus alten Beiträgen |
Verwaiste Seiten entstehen fast immer beim Relaunch. Eine Seite wird übernommen, aber der Beitrag, der früher auf sie verwiesen hat, existiert nicht mehr oder wurde gekürzt.
Der letzte Punkt lohnt sich besonders. Nach jedem Relaunch zeigen alte Beiträge auf URLs, die nur noch per Weiterleitung erreichbar sind. Das direkt zu korrigieren ist eine halbe Stunde Arbeit.
Dann schauen wir ihn uns im kostenlosen Erstgespräch an.
Es gibt keine offizielle Zahl und jede, die dir genannt wird, ist erfunden. Google nennt in der Dokumentation zu Links keine Obergrenze für interne Verweise1.
Meine Arbeitsregel für einen Fachbeitrag liegt bei drei bis fünf, jeweils dort gesetzt, wo der Gedanke sie braucht. Ein Link mitten im Argument wird gelesen, ein Link in einer Liste am Ende nicht.
Wichtiger als die Zahl ist die Verteilung. Fünf Links, die alle auf dieselbe Leistungsseite zeigen, sind kein Netz, sondern ein Trichter.
Eine Navigation steht auf jeder Seite gleich. Sie beschreibt die Struktur deines Angebots, aber sie sagt nichts darüber, warum ausgerechnet dieser Text auf jene Seite verweist.
Ein Link im Fließtext tut genau das. Er steht an einer bestimmten Stelle eines bestimmten Gedankens und der umgebende Satz liefert die Begründung mit.
Deshalb ersetzt eine gute Navigation keine interne Verlinkung. Sie ist die Landkarte, der Textlink ist die Wegbeschreibung. Beides wird gebraucht, aber nur eines davon erklärt Zusammenhänge.
Praktisch heißt das: Eine Seite, die ausschließlich über das Menü erreichbar ist, hat keine inhaltliche Einbettung. Sie existiert in der Struktur und nicht im Zusammenhang.
Nicht jede Erwähnung braucht einen Link. Wenn ich in einem Satz drei Begriffe verlinke, die alle irgendwie passen, lenke ich vom Argument ab statt es zu stützen.
Ich lasse den Link weg, wenn die Zielseite dasselbe noch einmal sagt und nichts ergänzt, wenn der Leser gerade mitten in einer Begründung steckt oder wenn ich im selben Absatz schon einen Link gesetzt habe.
Und ich verlinke grundsätzlich nicht auf Seiten, die ich selbst für schwach halte. Ein Link ist eine Empfehlung an den Leser, auch wenn er innerhalb der eigenen Website bleibt.
Ein System, das deine Seite liest, sieht dieselben Verbindungen wie ein Mensch. Ein Beitrag, der auf die zugehörige Leistungsseite verweist und den Ankertext klar benennt, macht den Zusammenhang explizit.
Ich kennzeichne das ausdrücklich als Einschätzung. Kein Anbieter dokumentiert interne Links als Signal für KI-Antworten und ich kenne keine Untersuchung dazu.
Was sich belegen lässt, ist die andere Richtung: Ohne crawlbare Verbindung wird eine Seite schlechter gefunden und was nicht gefunden wird, kann auch nicht zitiert werden. Das reicht mir als Begründung.
Bild: KI-generiertDer Ablauf ist immer gleich und lässt sich an einem Vormittag erledigen.
Schritt eins ist der, den die meisten überspringen. Er gehört zur Bestandsaufnahme, die ich unter Content-Audit: aktualisieren statt neu produzieren beschrieben habe.
Wenn du wissen willst, welche deiner Seiten verwaist sind und welche Cluster nur halb verbunden sind, sehen wir uns das im kostenlosen Erstgespräch von dreißig Minuten an. Wie die creativecouch SEO und GEO zusammendenkt, steht auf der Leistungsseite, die Umsetzung planen wir in der Beratung.
Hinweis zur Erstellung: Dieser Beitrag entstand mit Unterstützung von KI und wurde von Paul Böstro redaktionell geprüft.
Im kostenlosen Erstgespräch suchen wir gemeinsam nach deiner Leistung und schauen, welche Schritte sich lohnen.
So arbeite ich: SEO und GEO

Über den Autor
Paul Böstro
Ich führe die creativecouch in Butzbach und bin vom BAFA zugelassener Berater. Seit über zwölf Jahren entwickle ich Marken, Websites und digitale Strategien, heute vor allem für Sichtbarkeit bei Google und KI.
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